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Fahrradrallye

Seit 1984 veranstaltet das Symphonium einmal im Jahr die so genannte Fahrradrallye, diese Rallye ist keine Rallye im herkömmlichen Sinne, denn es geht dabei nicht um Schnelligkeit oder Zeit!
Deshalb ist es schön, dass auch Kinder mitfahren können. Es wird in Dreier-Teams gestartet, die zusammengelost werden. Start und Ziel ist immer das Symphonium, gestartet wird um 14 Uhr.
Die Aufgaben bestehen darin, die Strecke zu finden bzw. an den Streckenposten lustige Spiele zu meistern. Die Strecke beträgt zwischen 20-25 Kilometer und findet in der Geseker Feldflur statt, sie ist auch für ungeübte Radfahrer locker zu schaffen.
Anschließend (ca. 18 Uhr) essen und feiern wir zusammen den Sieg und, oder die Teilnahme, je nach Wetterlage Draußen oder im Symphonium.
Teilnehmen kann jeder der ein Fahrrad mitbringt - natürlich auch Nichtgeseker (Buiter), Kinder unter 14 Jahren sind frei, ansonsten wird ein kleiner Unkostenbeitrag pro Person erhoben.
 
Als festes Datum steht:
 
Immer der letzte Sonntag in den Sommerferien
Bitte rechtzeitig anmelden.

 

Sahnehäubchen
(Erzählung von Michael Lehmann, entnommen aus dem Buch Hexerbräu)





Alle Stammgäste freuen sich auch in diesem Jahr auf die Fahrrad-Rallye. Einige sind sogar regelrecht traurig, wenn der Termin auf ein Datum fällt und sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht teilnehmen können. Jede Fahrrad-Rallye wird immer zusammen mit fünf oder sechs Gästen und mir sorgfältig vorbereitet. Fragen, (die Bezug zu Geseke und meinem Lokal haben) denken wir uns aus. Es wird eine bestimmte Strecke festgelegt die um Geseke herumführt. Jedes Jahr ein anderer Teilabschnitt, meist um die zwanzig Kilometer.
So auch in diesem Jahr. Es ist Sonntagmittag als die erste Gruppe startet, ausgerüstet mit dem Streckenplan und verschiedenen Fragen, die es zu beantworten gilt. Am späten Nachmittag sind alle Teilnehmer meistens zurück, zufrieden über die gefundene und zurückgelegte Strecke und mir vielen lustigen Erzählungen, die ihnen widerfahren sind. Gestartet wird immer in einer Drei-Personen-Gruppe, die wahllos zusammengewürfelt wird, damit jeder dem anderen etwas zu erzählen hat, wenn alle wieder zurück sind. Nachdem sich dann jeder mit einer kräftigen Suppe gestärkt hat, geht es zum gemütlichen Teil über. Dieser Teil der Rallye ist immer der schönste und wurde bisher immer zu einem rauschenden Fest. Es wird getanzt, gesungen und natürlich auch getrunken. Irgendwann dazwischen wird dann die Siegerehrung vorgenommen. Die Stimmung ist phantastisch und steigert sich noch.
Die Mädchen hinter der Theke feiern genauso mit, wie vor der Theke die Leute. Auch ich bin in Hochstimmung, froh darüber dass alles reibungslos geklappt hat und alle in guter Laune sind. Diese Hochstimmung wird auch dadurch gefördert, weil jedes zweite Bier, was mir die Thekenbedienung gibt, mit einem Schuss Wodka „verfeinert“ worden ist. Erst beim Vierten oder Fünften Bier merkte ich es am Geschmack. Da muss ihnen die Flasche Wodka wohl ausgerutscht sein. Ich stelle die Beiden zur Rede, denn so etwas ist nicht legal. Die Mädchen haben einen solchen Spaß, dass ich es erst „jetzt“ bemerkte. Da ich ihnen und mir die Laune nicht verderben will, lasse ich die Sache auf sich beruhen, allerdings nehme ich mir vor, das Thema in den folgenden Tagen noch einmal ernsthafter mit ihnen zu besprechen.
Mit einem „reinen“ Bier stürze ich mich wieder ins Gewühl um mit allen zu feiern. Irgendwann am frühen Morgen, ungefähr zwanzig Leute „mit Sitzfleisch“ sind noch im Lokal,

 

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drückt mir jemand eine Sahnepatrone in die Hand. Das bringt mich auf die lustige Idee jedem der Anwesenden ein „Sahnehäubchen“ auf den Kopf zu spritzen. Dann allerdings ist die Patrone alle, mit dem Gedanken, wir brauchen noch mehr Schaum, damit es noch lustiger wird, gehe ich in die Küche um eine neue zu holen. Dort fällt mein Blick auf den Feuerlöscher. Ich fühlte mich wie vom Teufel geritten, stellte den Feuerlöscher auf die Theke und drückte auf den Auslöser.
Die Wirkung war phänomenal – ich hatte Schaum erwartet, aber aus dem Ding kam Staub und im nu konnte man in der gesamten Kneipe die Hand nicht mehr vor den Augen sehen. Es war wie der Nebel auf der Tanzfläche einer Disco. „Einfach phantastisch!“ Schemenhafte Schatten waren durch den Nebel zu erkennen, die Kneipentür wurde aufgerissen. Kommentare aus dem Nebel drangen durch die Kneipe. „Was ist denn jetzt los!“; „Ich seh nichts mehr!“; „Welcher Bekloppte ist das!“; „Mach mal einer die Tür oder die Fenster auf, ich krieg keine Luft mehr!“; „Michael hör auf!“ Als jemand die Quelle des Nebels ausmachte und mich dahinter entdeckte.
Ich selbst war jedoch so begeistert von der Wirkung, so dass ich immer wieder auf den Auslöser drückte, bis ich merkte dass niemand mehr in der Kneipe war. Ich nahm lachend den Feuerlöscher und tappte durch den Nebel zur Tür um mich dort vor lachen auszuschütten. Irgendjemand hatte auch die Fenster geöffnet und Draußen bot sich mir ein lustiges Bild. Alle Gäste standen auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse an die Hauswände gepresst und aus den Fenstern wehte grauer Nebel auf die Strasse. „Noch ein bisschen Disco-Nebel?“ Rief ich herüber und drückte nochmals auf den Auslöser, dann war das Ding leer. Als sich der graue Schleier in der Kneipe verzogen hatte, waren alle wieder da. Die Fenster und die Tür wurden wieder geschlossen und wir wollten alle noch ein Bier um den Staub aus dem Mund zu spülen. Was für ein Bild der Verwüstung, als ich mich umschaute. Überall lag Staub, nicht ein Winkel war verschont geblieben, überall der Staub fein verteilt. Schlagartig wurde mir klar, dass dieser Sekundenspaß, stundenlange, mühsame Aufräumungsarbeiten zur Folge haben würde. Der Gedanke daran muss mir wohl im Gesicht gestanden haben, denn jetzt lachten alle anderen.
Alles in Allem wieder ein gelungenders Fest mit „krönendem“ Abschluss, von dem wohl noch in den folgenden Jahren erzählt wird.



















Gaststätte Symphonium • Cranestraße 23 • 59590 Geseke









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